Der erste Tag der Sommerfrische…

Freitag, 4. Juli 2008 1:16

…ist auch schon wieder vorbei. Gestern hatte ich den letzten Kursabend für dieses Semester und nun heißt es: morgens wieder ein bißchen länger schlafen und abends daheim verbringen zu können - das heißt Stricken können! Nicht daß mir mein Beruf keinen Spaß macht, doch, doch. Aber ich brauche auch mal diese Auszeit, in der ich durchaus auch arbeite, aber eben nicht pädagogisch-didaktisch besonders empfehlenswert, sondern friedlich ohne menschlichen Kontakt am heimischen Computer. Kein “Frau Susan, wie geht das” hier und kein “Aber Frau Susan, das tut bei mir nicht” da - welch Erholung! Nein, ich bin kein Menschenfeind. Aber gerade weil ich mich das ganze Jahr so intensiv mit Menschen befasse, tut so eine Ruhephase nicht nur gut, sondern ist unerlässlich. Um nicht gänzlich untätig zu sein, habe ich mich breitschlagen lassen, eine Website für meinen Onkel (mit ich seit Jahren keinen Kontakt habe) zu erstellen, was unter anderem zu langen Telefonaten mit ihm führt (nächstes Mal schlägt mich bitte jemand, wenn ich wieder so einen Auftrag zum Freundschaftspreis, dafür mit Endlosdiskussionen inklusive annehme!!).

Gestrickt wird auch, aber in Schwarz (Baumwollmischung - Gruß an Eva ;-) ) und daher nicht so richtig fotografierbar. Es wird eine ganz simple Jacke in Rippenmuster, da ich beschlossen habe, daß mir dieses Basic noch dringend für den Urlaub fehlt. Das Rückenteil ist nahezu fertig, ich versuche es morgen mal zu fotografieren.

Tja, der Urlaub :-) rückt näher. Die beste Freundin ist gerade auf Wohnungssuche in England und heute abend habe ich einen Anruf bekommen mit der freudigen Nachricht, daß ein Häuschen gefunden wurde. Ha!! Wie toll ist das denn? Nicht nur zu wissen, daß die beste Freundin in Zukunft nicht unter der Brücke schlafen muß auf dem fernen Eiland sondern auch zu wissen, daß ich meinen Urlaub tatsächlich in Norfolk verbringen kann in vier Wänden (nebenbei bemerkt: das Teil soll einen Kamin haben…) in erreichbarer Nähe zum Meer (wann bin ich eigentlich zuletzt im Meer geschwommen? - ist Jahre her und war, glaube ich, auf Tinos), hach, ich freu mich diebisch darauf, in ca. drei Wochen wird’s losgehen und die Katzenversorgung ist auch schon organisiert. Aber bis dahin wird hier noch hoffentlich eifrig gestrickt und gesponnen ;-)

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Naja,

Sonntag, 29. Juni 2008 23:25

kommt das Ding halt wieder in die Schachtel für die nächsten zwei Jahre…

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Schland!

Sonntag, 29. Juni 2008 20:27

Da ist das Ding wieder! Wünsche allseits schönen Fußballabend!

europuschel

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und wöchentlich grüßt das Murmeltier?

Freitag, 20. Juni 2008 17:47

Leider gibt es so gar nichts strickiges zu zeigen. Ich langweile mich und euch mit der Begründung, daß mir in der letzter Woche einfach die Zeit dazu gefehlt hat. Aber: ich habe heute und das Wochenende frei, komplett frei, keinerlei Verpflichtungen! Und das wurde vorhin doch glatt mit einem weiteren Platzset gefeiert.Und mangels anderer Ereignisse gibt es nun eine langatmige Bilderstrecke.

Man nehme zwei gleich große Stücke Stoff:

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Dann schneide man ein passendes Stück Vlieseline zu (da fangen bei mir schon die Schwierigkeiten an, ich hab’s nicht so mit dem Schneiden in einer Geraden), legt alle drei Teile aufeinander und bemerkt, daß man eben nicht schneiden kann:

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Also muß man nochmal nachschneiden, hier spätestens erklärt es sich, daß ich vorzugsweise mit Stoffen nähe, auf denen ein Karo oder wenigstens Streifen sind:

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Und nun kommt der größte Spaß: das Absteppen, das natürlich nur deshalb einigermaßen regelmäßig gelingt, weil ich Karos zum Abzählen habe (das Mantra für heute: “jedes dritte Kästchen”).

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Es folgt der Gruselfaktor: die Umrandung. Ich benutze dazu gerne (wenn auch unüblich, oder?) Körperband Köperband (den Namen habe ich heute erst gelernt habe ich erst durch Barbara gelernt, danke!). Das bügele ich zur Hälfte und versuche es mit allen verfügbaren Stecknadeln zu bändigen. Insbesondere die Ecken verursachen Schweißausbrüche:

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(An dieser Stelle könnte ich wieder eine Geschichte erzählen, die mit den Worten beginnt: geht eine Frau ins Nähgeschäft… Ich verzichte. Aber das Erlebnis hat mich dazu bewogen, vorhin online Band auf der Rolle zu bestellen, sogar in einer Farbe, von der wiederum im Laden behauptet wurde, es existiere kein Band in dieser Farbe… Und vom Unterschied im Meterpreis will ich mal schweigen.)

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Nach einer dreiviertel Stunde ist das Teil zwar nicht perfekt aber fertig und ich kann eine Kaffeepause genießen.

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Meine Neuen

Montag, 9. Juni 2008 13:33

Gestern noch über zu viel Arbeit gestöhnt und heute unversehens ein freier Nachmittag, hach wie schön! Heute morgen habe ich meinen neuen Koffer auf der Post abgeholt. Ich bin ein großer Freund von Hartschalenkoffern und mein bisheriger dient mir immerhin schon das zwanzigste Jahr. Angesichts des Englandurlaubes im Sommer und zukünftiger Wochenendtrips dorthin mußte mal ein neues Modell her, so ein cooles mit vier Rollen, das man bugsieren kann, ohne sich den Rücken zu verrenken oder sofort Blasen an den Händen zu bekommen. Und was soll ich sagen, ich finde ihn toll, meinen neuen Koffer:

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Habe ihn schon ein paar Mal durch die Wohnung gezogen wie ein kleines Kind seine neue Watschelente. Und wenn der jetzt auch wieder zwanzig Jahre hält, dann hat er sich schon gelohnt. (Die Dekoherzen an der Kommode habe ich übrigens neulich irgendwann mal genäht, nach der Anleitung in Sew Pretty Homestyles - Tildas Haus heißt es auf Deutsch. Nicht daß ich ein Freund von Dekoherzen wäre, aber ich wollte mal nähen, was nicht gerade ist.) Ach, jetzt freue mich noch mehr auf den Urlaub!

Auch neu: zwei Paar Socken, die ich in letzter Zeit immer mal wieder nebenher gestrickt habe.

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Wieder einmal die Little Child’s Socks. Ich finde, die passen einfach prima. Anleitung: Little Child’s Sock aus Knitting Vintage Socks von Nancy Bush.
Wolle: Regia 4-fädig, Farbe ist eine Mischung zwischen Hellblau und Mint, Verbrauch: 87 Gramm, gestrickt mit 2,25mm Nadeln.

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Das sind Standardsocken aus Zitron Handart, Farbe Brazil. Gestricket auch mit 2,25mm-Nadeln. Die Farbe ist wirklich heftig, das werden nicht meine Lieblinge.

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statt einer Kettensäge…

Montag, 9. Juni 2008 1:13

…habe ich heute nach der Arbeit die Nähmaschine knattern lassen. Ich habe leider keine Kettensäge… Ach, immer wenn ich zwei Wochen am Stück gearbeitet habe, trage ich so eine latente Aggressivität in mir. Um sie vernünftig abzubauen, zum Beispiel mit Sport oder Gartenarbeit, fehlt mir dann aber auch die Zeit: eine weitere sieben-Tage-Woche liegt vor mir, ich mag nimmer, ich will Sommerpause. Heute hatte ich nach der Arbeit das tiefe Bedürfnis, Motorengeräusche zu hören, und so blieb nur die Nähmaschine:

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Wie heißen solche Teile nochmal? Platzset? Naja, auf jeden Fall sind sie beidseitig verwendbar und sind schon gleichmäßig in der Wohnung verteilt.

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Wakame Lace Tunic

Montag, 2. Juni 2008 1:23

Die Wakame Lace Tunic ist fertig geworden: ein würdiger 600. Eintrag im Blog ;-) Ich hoffe, daß ich die nächsten Tage auch mal Tageslichtbilder zeigen kann.

I’ve finished Wakame Lace Tunic this evening. Hope that I can show better daylight pictures in the next days. And hey: this is my 600th entry in this blog ;-)

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Anleitung: Wakame Lace Tunic von Angela Hahn in Interweave Knits Sommer 2008. Wolle: Garnstudio Lin von Wollsucht, 100% Leinen (Lauflänge 120m/50g). Verbrauch: 7 Knäuel Weiß.
Pattern: Wakame Lace Tunic by Angela Hahn in Interweave Knits Summer 2008. Yarn: Garnstudio Lin (purchased at Wollsucht), 100% Linen (120m/50g), 7 balls white.

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Die Unfotografierbare

Montag, 26. Mai 2008 3:24

Es geht voran mit der Wakame Lace Tunic: das Teil ist nun geteilt, bin am Rückenteil und habe alle aufregenden Aufnahmen für die Ärmel hinter mir und kann nun friedlich noch zwei Mustersätze stricken, dann ist der Rücken fertig, auch wenn es auf dem Foto eher wie ein Puppenkleid aussieht: ich habe halt gerade arg viele Maschen auf der Nadel ;-) Es macht viel Spaß, mal wieder ein simples Lace-Muster zu stricken und das Leinen reibt kein bißchen an meinem empfindlichen linken Zeigefingerfinger, da ist Baumwolle schlimmer!

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Das letzte Ferienwochenende habe ich zwar mit Banalitäten verbracht, es kommt mir aber vielleicht deshalb gerade so erfüllt vor: war auf dem Markt, um die Bepflanzung meiner Küchenfenster zu sichern: dieses Jahr Vanilleblumen und wieder Wandelröschen . Und weil ich den Tomatenanbau im Garten wegen zu großen Frustes aufgegeben habe, gab es wenigstens eine Balkonpflanze, die auch auf dem Fensterbrett Platz fand. Da ich es geschafft habe, wenigstens ein paar Fenster zu putzen, habe ich auch etwas von der Pracht :-)

Wer hat mir eigentlich gesagt, daß Schnecken nicht an Bohnen gehen? Als ich heute ich den Garten fuhr, um die Gurken endlich zu pflanzen, traf mich schier der Schlag: abgenagt! Ein paar sind wohl noch zu retten, den größten Teil muß ich abschreiben und habe gleich mal ein paar Kapuzinerkresse-Samen um die Stangen gesät. Und um die Gurkensetzlinge streute ich den Rest meiner heißgeliebten blauen Schnecken-Streusel… Morgen sorge ich für Nachschub!

Aber ansonsten lebt’s doch ganz gut in der Wildnis:

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Ich mag die Akelei: sie war schon immer da in meinem Garten und wird immer mehr, anspruchslos, wunderschön in Rosa und in Blau. Und sie lockt viele Bienen und Hummeln an:

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Und bald blüht mein besonderer Liebling, die Jungfer im Grünen:

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Dann gibt es Hoffnung auf eine besonders gute Ernte bei der mittlerweile riesigen Josta-Hecke:

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Zarte Pflänzchen

Mittwoch, 21. Mai 2008 9:47

Zuerst vielen lieben Dank für die zahlreichen tollen Kommentare für den Tomten! Und auch für den Schief-Quilt, der schon eifrig in Gebrauch ist…

Obwohl Pfingstferien sind und ich also weniger als sonst arbeiten muß, habe ich relativ wenig gestrickt, da ich im Garten wüten mußte: zig vorgezogene Bohnen wollten endlich gesetzt werden, ebenso wie unzählige Cosmea-Setzlinge. Also habe ich am Sonntag vier Stunden bei strömenden Regen umgegraben und gepflanzt. Ich glaube, so dreckig war ich noch nie :-) Jetzt müssen noch die Gurken rein, dann ist der Garten für dieses Jahr fertig, ich muß quasi nur noch auf die Ernte warten!

Zudem stehen große Veränderungen ins Haus: Ich werde mich ab September beruflich verändern bzw. erweitern, was sich auf die Semesterplanung ausgewirkt hat. Ich werde also ab Herbst viel mehr arbeiten als bisher, was mir als Freiberufler endlich mal so was wie Sicherheit bringen wird, ganz neue Perspektiven. Da trifft es sich gut, daß die beste Freundin im Sommer das Land verlassen wird, weil sie einen tollen Job in England gefunden hat. Ich werde also völlig unvorgesehen einen langen Sommerurlaub an der Ostküste Englands verbringen, worauf ich mich sehr freue, ich war schon so lange nicht mehr am Meer. Und damit der Trennungsschmerz nicht zu groß werden wird, vermutlich auch ein paar freie Wochenenden ab Herbst. Eine glückliche Koinzidenz, daß ich durch den neuen Job mir den einen oder anderen Flug werde leisten können. Und noch besser: London ist in erreichbarer Nähe!

A propos Sommer: Ich habe die Wakame Lace Tunic aus der aktuellen Interweave Knits angefangen. Um das Teil auch wirklich sommertauglich zu machen, habe ich mich für Drops Lin entscheiden, ein wundervoll glänzendes Garn aus reinem Leinen, das sich wider Erwarten herrlich strickt. Besonders weit bin ich noch nicht: die Hälfte des unteren quergestrickten Parts ist geschafft:

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Thema: Diverses, Gärtle, Stricken | Kommentare (6)

Rosa Sommer-Tomten

Freitag, 16. Mai 2008 10:21

Ich sitze berufsbedingt viel am Computer und friere dort auch im Sommer leicht. Deshalb wollte ich noch einen Sommer-Tomten für mich. Hier ist er:

I’m freezing often even in summer when I’m working on the computer. There was a need for a summer Tomten, here it is:

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Anleitung: Modular Tomten Jacket aus Knitting Without Tears von Elizabeth Zimmermann.
Wolle: Zitron Polo von Wollfactory, 60% Baumwolle und 40% Acryl (Lauflänge 140m/50g). Verbrauch: 10 Knäuel Rosa, 2 Knäuel Grau.
Pattern: Modular Tomten Jacket from Knitting Without Tears by Elizabeth Zimmermann.
Yarn: Zitron Polo by Wollfactory, 60% cotton and 40% Acrylic (140m/50g). 10 balls pink and 2 balls gray.

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Gestrickt habe ich ihn genauso wie meinen grauen Tomten, dank der etwas dünneren Wolle ist er nicht ganz so schlabberig geworden. Auch gab es für die Sommer-Edition keine Kapuze sondern einen einfachen Kragen.

I’ve knitted this Tomten equal to my gray one. Because the yarn is thinner than the other this Tomten isn’t so soggy. And for the summer edition there is only a simple collar not a hood.

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Die drei Knöpfe stammen dieses Mal aus Mamas Knopfdose: rosa-grau schimmernde Perlmuttknöpfe.

The three buttons are from Mum’s button box: gray-pink shimmering mother-of-pearl buttons.

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Genau richtig, um in der Morgensonne in der Küche einen Kaffee zu trinken!

Perfect to enjoy a cup of coffee in the morning sun in the kitchen!

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